Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,

willkommen am Heinrich-Heine-Gymnasium. Ganz im Sinne unseres Namensgebers verstehen wir uns als eine Gemeinschaft der Interessierten, die gemeinsam neugierig ist und nicht aufhört miteinander und voneinander zu lernen, und sich kritisch mit unserer Lebenswelt auseinandersetzt.

Zum Auftakt des neuen Profilfachs IMP fand am 11. Oktober im Rahmen der Code Week zum ersten Mal die „Lange Nacht des Programmierens" am HHG statt. Dabei haben sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 und 9, die das Profil IMP (Informatik Programmieren Mathematik) gewählt haben, mit den unterschiedlichsten Rätseln der Programmierwelt auseinandergesetzt. Die Veranstaltung begann mit einer kurzen Ansprache von Schulleiter Herr Dr. Müller, der alle herzlich begrüßte, insbesondere auch Frau Schulz vom Softwareunternehmen intension aus Kemnat, das die Veranstaltung als neuer Bildungspartner des HHG unterstützte. Sie gab den Anwesenden einen kurzen Einblick in die Arbeitswelt der Softwareentwicklung und lud die Schülerinnen und Schüler ein, auch gerne mal ein Schnupperpraktikum bei ihnen zu machen.

„Alles erste Klasse“ – so kommentierte Schulleiter Dr. Müller die Aufführung der Kriminalkomödie um Miss Marple und die zwielichtige Besatzung des Schiffes „Battledore“ durch die Mittel- und Oberstufen-AG am 8. und 9. Oktober im Theatersaal des Theaters an der Halle. Unter Leitung von Bettina Michel hat die AG den Krimiklassiker „Mörder Ahoi“ von Agatha Christie adaptiert und angereichert um etliche eigene Gags und Slapstickeinlagen inszeniert. Dabei zogen sie alle Register: Es wurde gesungen, musiziert, gerudert, mit Chemikalien experimentiert und vor allem mit unglaublich viel Spielfreude und Witz geschauspielert, dass es ein Vergnügen war. Manche hatten gleich mehrere Rollen und tauschten Kostüme und Sprachticks gekonnt im fliegenden Wechsel. Gezeigt wurde ein Verwirrspiel um die möglichen Mörder und deren unterschiedlichste Motive. Aber selbstverständlich fügte sich am Ende alles zusammen und Miss Marple hat es ihrem Widersacher, dem Inspektor, mal wieder gezeigt, wie man solche Fälle löst: Wer liest, ist klar im Vorteil! Als eifrige Krimileserin erkannte sie gleich, nach welcher Krimivorlage die Verbrecher agieren.

Am Montag, den 23. September war es soweit. Das IT-Unternehmen intension aus Kemnat wurde offiziell neuer Bildungspartner des HHG.  Die Vereinbarungen über eine Bildungspartnerschaft wurden von Schulleiter Dr. Müller und Geschäftsführer Schau, der zusammen mit Geschäftsführer Meyer zu Uptrup das Unternehmen leitet, in den Geschäftsräumlichkeiten der Firma unterzeichnet. Ziel ist vor allem eine enge Kooperation und ein Austausch mit den IMP-Klassen und den Informatikkursen. Der Startschuss für diese Zusammenarbeit fällt am 11. Oktober mit der „Langen Nacht des Programmierens“ am HHG, bei der auch das Unternehmen intension anwesend sein wird.

Das zurückliegende Schuljahr ist für das Profilfach Bildende Kunst ein besonderes Jahr gewesen, schließlich haben die ersten Zehntklässler das Profil nach der Einführung 2013 nun durchlaufen und abgeschlossen. Man kann also sagen, das Kunstprofil am HHG ist mit diesem Schuljahr voll etabliert.
Vielleicht also ein guter Zeitpunkt, um eine weitere kleine Neuerung zu initiieren, nämlich die Einführung eines Kunstpreises am HHG. Unterstützung fand diese Idee beim Verein der Freunde und so konnten die ersten sechs PreisträgerInnen aus den Klassenstufen 5-10 gesucht und dank der finanziellen Unterstützung durch den Förderverein auch mit Sachpreisen belohnt werden.

Nachdem das HHG eine der wenigen Erprobungsschulen für das Profilfach IMP (Informatik Mathematik Physik) im Schuljahr 2017/18 war, war für die Fachschaften Mathematik und Physik aber auch für die Schulleitung sofort klar, dass dieses wichtige und zukunftsweisende Profil ans HHG geholt werden soll. Da im Schuljahr 2018/19 jedoch noch nicht die benötigte Anzahl an Informatiklehrern zur Verfügung stand, konnte das HHG nur dank der Unterstützung durch das Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasium aus Leinfelden-Echterdingen IMP in Klasse 8 einführen. Mathematikkollegin Adam absolvierte daraufhin im vergangenen Schuljahr äußerst erfolgreich das nötige Kontaktstudium IMP an der Universität Konstanz. Damit erfüllt das HHG nun alle Vorgaben für die offizielle Einführung des IMP Profils und darf sich ab sofort IMP Profilschule nennen. Das IMP Team freut sich auf viele spannende Programmierprojekte, vertiefende Einblicke in die Mathematik und horizonterweiternde Betrachtungen des Universums.

Herzliche Einladung an alle SchülerInnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8-K2 sowie an ihre Eltern, Erziehungsberechtigten und an das gesamte Lehrerkollegium zum Chorprojekt 2019-2020 "Hölder - das Musical".

Infos zur Anmeldung und zum Musical

Das Heinrich-Heine-Gymnasium wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für seine Teilnahme an der Forschungsbörse mit einer Urkunde geehrt.
Die Forschungsbörse ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die es Schulen ermöglicht, kostenfrei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler direkt in den Unterricht einzuladen. Rund 1.030 Forschende aus ganz Deutschland und aus den unterschiedlichsten Fachgebieten bieten hier ihre Kooperation an.
Das HHG hat schon mehrfach über die Forschungsbörse Wissenschaftler an die Schule geholt. So gab 2015 Ethikprofessor Ehni von der Universität Tübingen dem Seminarkus Bioethik Einblick in seine Tätigkeit in der Ethikkommission an der Universitätsklinik Tübingen und seine Forschungen zum Thema „Lebenszeitverlängerung und dessen Folgen“. Der Seminarkurs zum Thema „KI und Digitalisierung“ kam in den Genuss eines Workshops mit Philosophieprofessorin Kathrin Misselhorn von der Uni Stuttgart, die zum Thema Einsatz von Robotern und Assistenzsystemen in der Pflege und anderen Berufsfeldern forscht und mitwirkt bei der Erstellung von ethischen Richtlinien. Letztes Jahr kam Diplom-Psychologe Dr. Nils Kroemer und seiner Kollegin Monja Neuser von der Uni Tübingen ans HHG, um dem Ethikkurs von Frau Enz-Meyer Einblick in ihren Forschungsbereich zu geben. Dr. Kroemer und seine Kollegin befasst sich vor allem mit der Frage, wie frei ist unser Wille und können wir unser Handeln wirklich bewusst steuern. Die beiden Wissenschaftler forschen dazu an der Universität Tübingen im Bereich Translationale Psychiatrie, die neurobiologischen Charakteristiken psychischer Störungen untersucht. Durch die Verbindung verschiedener Bildgebungsverfahren, wie der Magnetresonanztomographie, mit ausführlichen Verhaltenstests werden relevante Veränderungen, beispielsweise der Motivation und Handlungssteuerung bei Störungen wie der Depression oder Adipositas („Fettsucht“) beleuchtet. Dabei wurde deutlich, wie sehr Sucht zu einer Anpassung und Umbildung des Gehirns führt, die teilweise irreversibel ist.

Passend zu unserer Unterrichtseinheit ,,Judentum" im evangelischen Religionsunterricht, brach der evangelische Teil der Klasse 9e noch kurz vor den Sommerferien zu einer sehr informativen und interessanten Stadtführung in Esslingen auf. Diese wurde von Gerhard Voß geleitet und startete am dortigen Marktplatz. Unser Weg brachte uns zu wichtigen Schauplätzen des jüdischen Lebens in Esslingen. Den Auftakt machte der jüdische Friedhof in der Beutau, wo keine Gräber sondern nur noch einzelne Grabsteine zu sehen sind. Anhand sehr ausführlicher Berichte sowie etlicher Bildquellen erfuhren wir, wie zur Zeit des Nationalsozialismus der Friedhof zerstört wurde. Wir konnten erkennen, dass lediglich noch drei verwitterte Grabsteine an ihrer ursprünglichen Stelle platziert sind. Auf dem Friedhof hatten wir dann anschließend noch die Gelegenheit, einer alten jüdischen Tradition folgend, Steine auf den Grabsteinen zu platzieren, bevor unser Weiterweg an mehreren Stolpersteinen vorbeiführte.
Jeder dieser Steine steht für ein menschliches Schicksal in Esslingen aus der Zeit der NS-Verbrechen an Juden und anderen, in der damaligen Gesellschaft nicht anerkannten, Menschen.
Unser Weg zur heutigen Synagoge führte uns am Hafenmerkt vorbei. Dort stand im Mittelalter eine Synagoge, in die sich die Juden flüchteten, als Mitbewohner der Stadt sie verfolgten. Sie waren angeblich Schuld an der Pest. Diese Synagoge verbrannte mitsamt allen jüdischen Menschen in ihr.
Wie im Unterricht bereits angesprochen vertieften wir das Thema ,,Reichspogromnacht" 1938 in Bezug auf die Zerstörung der Esslinger Synagoge im Heppächer 3. In der wieder hergestellten Synagoge empfing uns Frau Dubilierer, die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Esslingen, freundlich und zeigte uns das Gebets- und Gemeindehaus in vollem Umfang. Wir lernten, dass es im Gebetsraum einen Vorhang gibt, der Männer und Frauen beim Beten abtrennt. Außerdem werden in der Küche Fleisch und „Milchiges“ nach dem jüdischen Reinheitsgebot in separaten Kühlschränken aufbewahrt. Ferner erhielten wir einen Blick von außen auf die akribisch von Hand geschriebene Thorarolle im Thoraschrein. Doch diese Synagoge fand nicht immer Anerkennung in Esslingen: Nach einer von der Esslinger NSDAP auf dem Marktplatz initiierten Kundgebung „gegen die Juden“ waren zahlreiche Männer aus der Stadt und aus Esslinger Betrieben in den Heppächer marschiert. Sie zerstörten die Einrichtung der Synagoge, schleppten Bücher, Dokumente und Kultgegenstände nach draußen und verbrannten sie dort. Die Synagoge wurde damals nur deshalb nicht angezündet, weil man Angst um die Esslinger Altstadt hatte. Es ist schön, dass die Exkursion noch so kurz vor Ferienbeginn stattfinden konnte. Für die Organisation bedanken wir uns bei Herrn Hudelmayer und Herrn Voß.

Nachdem alle NWT-Kurse der Klassenstufe 8 und auch zwei Kurse der Klassenstufe 9 wochenlang Achterbahnen gebaut haben, sind wir am 29. Mai 2019 zur Preisverleihung des Modellachterbahnbau-Wettbewerbs der Ingenieurskammer von Baden-Württemberg in den Europa-Park nach Rust gefahren. Wir sind schon morgens sehr früh mit Reisebussen losgefahren. Nach der Preisverleihung und Vorträgen von Ingenieuren zum Thema Achterbahnbau durften wir in kleinen Gruppen den Park erkunden! Es war sehr gutes Wetter und alle hatten sehr viel Spaß! Nach vielen actionreichen Achterbahnfahrten (z.B. mit der Blue Fire oder der Silverstar) fuhren wir um ca. 19 Uhr mit den Bussen wieder nach Hause. Insgesamt hatten alle einen tollen und attraktionsreichen Tag. Auch wenn leider niemand aus unserer Schule einen Preis gewonnen hat, war es sehr interessant die anderen Achterbahnmodelle anschauen zu dürfen und mehr über den Achterbahnbau von Ingenieuren zu erfahren.

Erstmals boten die Religionslehrer und –lehrerinnen des HHG den Abiturientinnen und Abiturienten eine Segnungsfeier an. Etwa 30 Absolventinnen und Absolventen nahmen dieses Angebot am Nachmittag direkt vor der Abiturfeier im KuBinO wahr. Trotz der dicht gefüllten Zeit zwischen Prüfungen und Zeugnisübergabe, Abschied von der Schule und Aufbruch ins Leben jenseits der Schule war es Ihnen offensichtlich ein wichtiges Anliegen, innezuhalten und diesen wichtigen Schritt in ihrem Leben in einem Gottesdienst gemeinsam zu bedenken.
Inspiriert durch die biblische Erzählung von Abrahams Aufbruch wünschten sich die anwesenden Abiturientinnen und Abiturienten, von ihren Religionslehrern und –lehrerinnen, die sie zum Teil ihre gesamte Gymnasialzeit begleiteten, den Segen Gottes persönlich zugesprochen zu bekommen. – Familienangehörige, die mitfeierten, waren von der Atmosphäre und Ernsthaftigkeit der Feier tief beeindruckt. Auch die Abiturienten waren für diese Feier sehr dankbar, so dass die Religionslehrerinnen und Religionslehrer am HHG eine solche Segensfeier zum Abschluss der Schulzeit auch den künftigen Abiturienten anbieten werden.

Am 15. Juli, einen Tag nach einem gelungenen Abiball, begaben sich einige Schüler des Spanischkurses noch einmal in Richtung Schule. Paella machen war angesagt, zubereitet von Frau Ruiz höchstpersönlich. Das wollten sich die Meisten dann nicht entgehen lassen und erschienen, teilweise übermüdet vom vorigen Abend, doch noch einmal in der Schule. Das Wetter spielte mit und so fing die Köchin des Tages an die langostinos, in einer Pfanne für 16 Personen, zuzubereiten. Danach kam das Fleisch zusammen mit Gemüse und Meeresfrüchten, schlussendlich dann noch die vermutlich wichtigste Zutat, der Reis. Das Essen konnte nach über einer Stunde auf dem oberen Pausenhof serviert werden. Man ließ sich natürlich nicht zweimal bitten und konnte einen, manche auch zwei, drei oder gar vier fantastische(n) Teller Paella genießen. Auch einige Externe wie Herr Dabrowski ließen sich das nicht entgehen und genehmigten sich, vermutlich angelockt vom herrlichen Duft der Meeresfrüchte, noch die eine oder andere Portion.
Wer sich also noch nicht dafür entschieden hat Spanisch in der Oberstufe fortzuführen, dem kann ich sagen: Es lohnt sich, eine solche Paella zum Abschluss gibt es sicherlich nur einmal im Leben.
Vielen Dank für diesen leckeren und gelungenen Abschied Frau Ruiz!