China-Symposium 14.7.2008

 

Projekt   „China – Sprache Wirtschaft Kultur“

China-Symposium am 14.7.2008 in der Robert Bosch Stiftung Stuttgart

 

 

Im vierten Jahr seines Bestehens veranstaltete das China-Projekt ein großes Symposium in der Stuttgarter Robert Bosch Stiftung.

Über 100 geladene Gäste und 20 Podiumsteilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft, Schulen und Behörden diskutierten in drei Runden über die Möglichkeit, Chinesisch als reguläres Unterrichtsfach an baden-württembergischen Schulen einzuführen.

 

Alle Vertreter auf dem Podium waren sich über die gewachsene Bedeutung Chinas für die  Weltgemeinschaft und somit auch für die politischen und ökonomischen Beziehungen Deutschlands zur VR China einig. Wir können dieses riesige Land mit seinen enormen Wachstumsmargen und seinem riesigen Potenzial nicht weiter vernachlässigen sondern müssen uns der Herausforderung stellen.

 

Vor allem die Vertreter von Betrieben, die in China präsent sind,  betonten die Notwendigkeit, Mitarbeiter mit Chinesischkenntnissen und interkulturellen Erfahrungen zu haben und drängten darauf, ihre eigenen Vorleistungen in Form von finanzieller Unterstützung endlich durch staatliche Pflichtaufgaben abzulösen, d.h. Chinesisch als reguläres Schulfach einzuführen.

 

Vertreter der Projektgymnasien und auch Kollegen aus anderen Schulen, an denen aus eigener Initiative Chinesisch in Arbeitsgemeinschaften unterrichtet wird,  betonten, dass seitens der Schüler ein großes Interesse an Chinesisch bestehe, was sich in geringer Fluktuation in den Kursen zeige und auch daran, dass Termine wie Freitagnachmittag 16 Uhr die Schüler nicht abschreckten.

 

Der Leiter des Goethe-Instituts in Peking, Kahn-Ackermann, wies darauf hin, welche große Anstrengungen China unternimmt, seine Schüler und Studenten dazu zu bringen, Deutsch zu lernen und das Interesse auf chinesischer Seite sei wirklich riesengroß. Es sei nur logisch, dass wir in Deutschland ähnliche Anstrengungen unternehmen müssten, um die Differenzen nicht zu groß werden zu lassen. Andere Länder, v.a. Frankreich wurde als Beispiel genant, hätten hier einen großen Vorsprung, und es sei an der Zeit zu reagieren.

 

Am Ende der Veranstaltung wurde aus den Reihen der Gäste eine Resolution eingebracht, die die Landesregierung auffordert, sofort Schritte in die Richtung zu unternehmen, dass Chinesisch an Schulen im Land als reguläres Fach unterrichtet werden kann. Diese Aufforderung stieß auf einhellige Zustimmung.

Das Programm des Symposiums als pdf