europafit
Das Bildungssystem "europafit" machen:
Der ungarische Staatssekretär im Bildungsministerium Herr Sipos besuchte aufgrund einer Einladung des Kultusministeriums Bildungseinrichtungen in Baden-Württemberg. Ein weiterer Anlass für ihn und seine Delegation gerade jetzt nach Stuttgart zu kommen, war die Bildungsmesse "Didacta", die vom 28.2. bis 4.3.05 in Stuttgart stattfand. Ziel seiner Reise sollte sein, Anregungen für das ungarische Schulsystem zu bekommen und europäische Standards kennen zu lernen. Besonders interessierte die ungarische Delegation der Einsatz neuer Medien in den Schulen. Aus diesem Grunde besuchte sie am Montag, den 28.2.05 das Heinrich-Heine-Gymnasium in Ostfildern.
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An drei Beispielen wurde ihnen vorgeführt, wie neue Medien im Unterricht zum Einsatz kommen. Zunächst erlebten die Besucher eine Deutsch-Stunde im Computerraum. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiteten am PC Rechtschreib- und Grammatikaufgaben, die ihnen in verschiedenen Formen (Quiz, Gedicht, Erzählung, Tabellen) präsentiert wurden. Das selbstständige Arbeiten in entspannter Atmosphäre ohne Lehrereinsatz beeindruckte die Besucher.
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In der zweiten Stunde stellten drei Schüler der Ökonomie-AG ihr selbst erarbeitetes E-learning-Programm zum Thema "Globalisierung" vor. Zwölf Schülerinnen und Schüler hatten im vergangenen Jahr dieses Modul erstellt mit dem Ziel, anderen Schülern das Thema zu vermitteln, d.h. sie organisieren ihren "Unterricht" selber, und können mittels einer Plattform im Netz miteinander in Kontakt treten um auftretende Fragen zu diskutieren. Erst bei der Bewertung von Antworten, die die Schüler beantworten müssen, tritt dann ein Lehrer in Form eines Teletutors in Aktion. Herr Sipos gratulierte den drei Schülern zu ihrer Leistung und zeigte seine Anerkennung, indem er sie fragte, ob sie überhaupt nebenher auch noch in anderen Fächern Unterricht gehabt hätten. |
| Die dritte Station des Besuchs war der vierstündige Physikunterricht in der Jahrgangsstufe 13. Dort demonstrierten Schüler anhand einer neu erworbenen Software, wie man auch sehr schnell ablaufende Vorgänge messen kann. Untersucht wurde das Verhalten eines elektromagnetischen Schwingkreises, bei dem sich die wichtigen Vorgänge innerhalb einer Zeitspanne von zwei Hundertstel Sekunden abspielen. Mit herkömmlichen Zeigerinstrumenten hat man daher keine Chance, vernünftige Messwerte zu bekommen. Das neue Programm ist jedoch auch in dieser kurzen Zeitspanne noch in der Lage, mehrere hundert Messwerte aufzunehmen und zu speichern. Am PC kann man dann in aller Ruhe diese Messungen auswerten und weiterverarbeiten. Die Besucher konnten sich davon überzeugen, welche neuen Möglichkeiten der Einsatz eines Computers im Physikunterricht bietet. | ![]() |
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Im Anschluss an die Präsentationen trafen sich Schulleitung, ein Vertreter des Kultusministeriums und die Delegation zum Gespräch über den Besuch und zur Klärung von weiteren Fragen. Herr Sipos zeigte sich angetan von der Atmosphäre am HHG und vom selbstbewussten Auftreten der Schülerinnen und Schüler. Bei ihrem Rundgang durch das Schulgebäude waren er und seine Begleiter sehr beeindruckt von den an vielen Stellen im Haus zu bewundernden Präsentationen des Kunstunterrichts. Herr Sipos dankte der Schulleitung und den verantwortlichen Lehrkräften für diesen Einblick in den gymnasialen "Medienunterricht" und betonte, dass er viele neue fruchtbare Eindrücke und Anregungen mit nach Budapest nehme.
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