Wie das HHG zu seinem Namen kam...

 

Im Schulgesetz von Baden-Württemberg ist geregelt, dass der Schulträger jeder öffentlichen Schule der Schule einen Namen gibt. Der Schulträger des HHG ist der Gymnasiale Schulverband Ostfildern, ein kommunaler Zweckverband der Gemeinden Denkendorf und Neuhausen und der Stadt Ostfildern. Die Schulverbandsversammlung besteht aus 20 Gemeinde- bzw. Stadträten, die von den Ortsparlamenten entsandt werden: 12 aus Ostfildern und je 4 aus Denkendorf und Neuhausen. Den Vorsitz führt der OB von Ostfildern.

Am 8.3.1977 beriet die Versammlung den Vorschlag der Schulkonferenz des Gymnasium II, der Schule den Namen Heinrich-Heine-Gymnasium zu geben. Als Bedenken laut wurden, vertagte man den Beschluss und forderte von der Schule einen Dreiervorschlag. Dieser wurde Ende März erarbeitet; dabei wurde eindeutig Heinrich Heine favorisiert und ausführlich gewürdigt.

Da die Abgeordneten aus den drei Orten laut Verbandssatzung jeweils geschlossen abstimmen mussten, kam die inzwischen öffentlich diskutierte und umstrittene Namensgebung auf die Tagesordnung aller drei Ortsparlamente. Am 25.4.1977 stimmte der Denkendorfer mit 13:6 Stimmen zu, der von Neuhausen mit 8:5. Zwei Tage später gab es im Ostfilderner Stadtrat eine knappe Mehrheit von 17:15 Stimmen. Damit war der Weg frei für den endgültigen Beschluss der Schulverbandsversammlung am 3.5.1977. Die Einweihungsfeier verzögerte sich dadurch hinaus auf den September ´77.

In Deutschland gibt es nach Umfrage bei den Kultusverwaltungen der Länder 43 Schulen mit dem Namen Heinrich Heine, darunter 10 Grundschulen. Die Universität Düsseldorf trägt den Namen des bekannten Sohnes der Stadt nach heftigem Streit seit 1989.