Diskussionsrunde mit
Stuttgarter Zeitung und MairDumont Verlag

Diskussionsrunde„Warum heute noch Zeitung lesen?“ war das Thema der Diskussionsrunde zwischen Schülern und Schülerinnen der Kursstufe 1 und Vertretern der Stuttgarter Zeitung und des MairDumont Verlags am Mittwoch, den 26.10.

Anlass war die Einrichtung einer Leseecke im Aufenthaltsraum des HHG. Hier kann man ab sofort gemütlich in zwei roten Sitzsäcken an einem Tischchen Platz nehmen und die Stuttgarter Zeitung lesen. Die Leseecke stiftet die Stuttgarter Zeitung, das freie Zeitungsabonnement finanziert der MairDumont Verlag als Zeitungspatenfirma. „Wir wollen damit junge Menschen an das Medium Zeitung heranführen. Außerdem haben Studien belegt, dass Zeitunglesen die Sprachkompetenz und die Allgemeinbildung fördert“, begründete Gertraud Paul von der Stuttgarter Zeitung ihr Engagement. Wolfgang Dienelt, Personalchef von MairDumont, unterstützt dies Bemühungen, denn der Arbeitsmarkt braucht gut ausgebildete und gut informierte junge Leute. „Unternehmen haben auch einen Bildungsauftrag. Deshalb unterstützen wir als Partnerfirma des Heinrich-Heine-Gymnasiums gerne diese Aktion.“

Schüler bei der DiskussionsrundeLeseeckeOb auf diese Weise junge Menschen zu Zeitungslesern werden, wird sich zeigen. Die Argumente gegen die Zeitung waren zahlreich: zu unhandlich, zu umfangreich, zu anstrengend sei die Lektüre, Internet und Fernsehen außerdem aktueller. Dennoch war die Grundhaltung nicht negativ und immerhin fast 50% gaben an, gelegentlich eine gedruckte Zeitung zu lesen. „Wenn man eh im Internet ist, dann informiert man sich eben dort“, sagten viele. Deshalb versprach Gertraud Paul, für die Schüler und Schülerinnen des HHG einen direkten Zugang zur Online-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung einrichten zu lassen.

Bilder: Achim Zweygarth, Stuttgarter Zeitung


In der Stuttgarter Zeitung wurde wie folgt groß über diese Aktion berichtet:


Schüler werden zu Zeitungslesern

Zeitungspate Dem Heinrich-Heine-Gymnasium finanziert der Verlag MairDumont eine Stuttgarter Zeitung. Von Michael Schoberth

Im Aufenthaltsraum des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Ostfildern hat die große weite Welt Einzug gehalten. Täglich bekommen die Schüler eine Stuttgarter Zeitung geliefert, die sie seit gestern in der neu eingerichteten Lese-Ecke studieren können. Auf zwei knallroten Sitzsäcken können sie gemütlich abhängen und die aktuellen Nachrichten lesen. Ermöglicht wurde dies durch die „Aktion Zeitungspaten“ der Stuttgarter Zeitung. Seit dem 1. Mai finanziert der Verlag MairDumont der Schule für ein Jahr eine Ausgabe der Stuttgarter Zeitung.

„Uns ist wichtig, dass junge Menschen Zeitung lesen und so ihre Sprachkompetenz verbessern und ihre Allgemeinbildung vergrößern“, sagte Gertraud Paul, die Leiterin des Lesermarkts der Stuttgarter Zeitung. Der Personalchef von MairDumont, Wolfgang Dienelt, begründete das Engagement als Pate damit, dass lokale Unternehmen auch einen Bildungsauftrag hätten. Gerade in Zeiten der Krise sei Bildung ein wichtiges Gut. Über sein eigenes Leseverhalten sagte er: „Ich lese jeden Tag eine Stunde in der Zeitung, weil ich mich informieren will.“ Auch seine berufliche Tätigkeit verlange, dass er immer auf dem neuesten Stand der Dinge sei. Mit Blick auf das große Informationsvolumen einer Zeitung gestand er: „Ich lese auch nicht immerdie gesamte Zeitung.“

Dienelt erinnerte sich jedoch auch daran, dass er als junger Mann immer nur den Sportteil gelesen habe. Doch mit der Zeit interessierte er sich auch für die Bereiche Politik, Wirtschaft und Kultur. Ganz so weit waren die etwa 40 Schüler, die zur Übergabe der Lese-Ecke gekommen waren, noch nicht. Zwar hatten sie sich im Unterricht bereits mit Medien auseinander gesetzt. Gefragt, wie oft sie in die Zeitung schauen, gaben nur drei Schüler an, jeden Tag die gedruckten Nachrichten zu lesen. Immerhin die Hälfte der Gymnasiasten schlägt gelegentlich eine Zeitung auf. Zeitungen seien unhandlich, die Artikel zu lang, der Umfang zu groß, die Sprache unverständlich, kritisierten einige Schüler. Außerdem hätten sie zu wenig Zeit. „Zeitunglesen kann anstrengend sein, aber es lohnt sich“, so Gertraud Paul.

Julian, ein Schüler der 11. Klasse, sagte, dass man sich bei der Zeitung im Gegensatz zu den Fernsehnachrichten ausreichend Zeit nehmen könne, die Artikel zu lesen und so die Informationen richtig verstehen und einordnen kann. Seine Schulkameradin Rebecca ist sich sicher: „Wir werden später bestimmt noch mehr Zeitung lesen, dann wenn uns die Politik direkter betrifft.“ Dagegen bemängelte Marcel, dass viele Nachrichten, die bereits am Vorabend im Internet zu lesen waren, am nächsten Morgen nochmals in der Zeitung abgedruckt werden.

Die Schüler fragten auch nach der weiteren Entwicklung bei der Stuttgarter Zeitung. „Wir müssen bei der digitalen Entwicklung mitmachen. Gerade Apps sind im Kommen“, antwortete Gertraud Paul. Daher suche der Verlag intensiv nach Modellen, wie die qualitativen Inhalte in der digitalen Welt vermarktet werden können. An einem allerdings ließ Gertraud Paul keinen Zweifel: „Kostenlose redaktionelle Inhalte können wir nicht anbieten.“

Zur StZ-Aktion "Zeitungspate"


Download: Artikel als PDF-Datei wie er in der Stuttgarter Zeitung abgedruckt wurde.


 

MairDumont Verlag stiftet Zeitungsabonnement

Seit dem 1. Mai erhält unsere Schule täglich ein Exemplar der Stuttgarter Zeitung, welches der MairDumont Verlag, mit dem das HHG durch eine Bildungspartnerschaft verbunden ist, im Rahmen einer Zeitungspatenschaft finanziert. Wie schon in der Stuttgarter Zeitung zu lesen war, ist es Verlegerin Dr. Mair-Huydts als Mitglied der Geschäftsführung eines großen Medienunternehmens wichtig, Schülern und Schülerinnen den Zugang zu einer Tageszeitung zu ermöglichen: "Die Tageszeitung bietet vielseitige, gut recherchierte und ausführliche Informationen zusätzlich zur schnellen Information aus dem Internet." So bereichert die Stuttgarter Zeitung weiterhin das Zeitungs- und Zeitschriftenangebot unserer Schule, das von den Schülern und Schülerinnen gut angenommen wird.

Die Aktion "Zeitungspaten" der Stuttgarter Zeitung geht zurück auf eine Studie der Stiftung Lesen aus dem Jahr 2009. Sie ergab, dass Kinder und Jugendliche , die regelmäßig Zeitung lesen, besser in der Schule sind und besonders gute sprachliche Kompetenzen entwickeln. Deshalb nimmt unsere Schule auch regelmäßig an Aktionen wie "Zeitung in der Schule", Lesewettbewerben und dergleichen teil.


 

Verlagsgruppe MairDumont unterzeichnet Bildungspartnerschaft mit dem HHG

"Das Heinrich-Heine-Gymnasium war die Wunschschule unserer Firma", berichtet Wolfgang Dienelt über die Auswahl der Partnerschule.Die Verlagsgruppe MairDumont folgt damit einer Initiative der IHK, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Schüler und Schülerinnen durch solche Bildungspartnerschaften auf den Übergang ins Berufsleben vorzubereiten und Impulse zu geben, für die ökonomische und naturwissenschaftlich-technische Bildung an Schulen.

Wolfgang Dienelt, Personalchef von MairDumont, und Schulleiter Thomas Kirchberger unterzeichneten dazu am Dienstag, den 6.Juli, einen Kooperationsvertrag.
"Wunschschule eines so großen und renommierten Verlagshauses zu sein, ist eine große Ehre. Diese Kooperation passt in unser Bildungskonzept und ergänzt eine Vielzahl von Projekten zwischen unserer Schule und Firmen der Region", betont Schulleiter Thomas Kirchberger.

Dr. Andreas Greis, der den Neigungskurs Wirtschaft leitet, freut sich über die neuen Möglichkeiten. "Dank dieser Partnerschaft können wir unseren Schülern auch Einblick in die Abläufe in einem Verlags- und Medienhaus geben."

Angeboten werden soll überdies Berufsinformation zu Medienberufen sowie Bewerbungstraining, aber auch an die Betreuung von Schülerprojekten durch Profis ist gedacht. Das Heinrich-Heine-Gymnasium ist damit eines von sechs Gymnasien im Kreis, die dieses Angebot der IHK bislang wahrnehmen.

 

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