Hilfsprojekt Sierra Leone

Das Projekt 2010

Einführung:

Durch den großen Erfolg des letzten Jahres , hatten die 8a und 8c Lust, in diesem Jahr wieder für dieses Projekt zhu arbeiten. In 2009/10 ist auch die 7bc mit von der Partie.

Projekte, die wir dieses Jahr unterstützen:

 


Schulspeisung:

50€ reichen, um einen Schüler ein ganzes Jahr lang mit einem Mittagessen zu versorgen. Um möglichst vielen der 350 Schüler und Schülerinnen in der neu gebauten Schule in Rotifunk Village ein Mittagessen in der Schule zu ermöglichen, verkauften die 7 Klassen in der Großen Pause diverse Kuchen. Durch diesen Kuchenverkauf nahmen sie bereits ca. 115 € (incl. Spenden) ein.


Schulranzen und Materialien für die Schüler/-innen:


Die Klasse 8ac sammelt im Juli 2010 in der Großen Pause Schulranzen so wie alle wichtigen Ge- und Verbrauchsmaterialien ein. Ziel ist, dass wir den Schüler/innenin in Sierra leone nicht nur Schulranzen, sondern auch Materialien wie Stifte, Hefte, Blöcke, Mäppchen etc. mitgeben können.

Aktionen

Wir sammeln nicht nur Schulranzen und , allerlei Schulmaterial, sondern verdienen auch Geld. Das nehmen wir dabei vorrangig durch Kuchenverkauf der 7. Klassen ein. Die 8. Klassen versuchen sich erneut mit einer großen Waffelverkaufsaktion .

 

Wir arbeiten wieder mit dem Verein Sierra Leone Baden-Würtemberg" zusammen, mit dem wir schon im letzten Jahr gut kooperiert haben.

 

 

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Informationen über Sierra Leone:

Geographische Lage:

Sierra Leone grenzt im Nordwesten, Norden und Nordosten an die Republik Guinea und im Südosten an Liberia. Im Süden und Südwesten liegt der Atlantische Ozean. Eine bis zu 110 km breite Ebene zieht sich an der Küste entlang, auf der Freetown-Halbinsel erheben sich die Sierra Lyoa Mountains bis zu einer Höhe von 1000 m. Einigen Küstenregionen sind bis zu 112 km lange Sandbänke vorgelagert. Hinter der feuchten Küstenebene beginnt das z. T. landwirtschaftlich genutzte Waldgebiet, durch das die drei wichtigsten Flüsse fließen. Das Land steigt zu den östlichen Guinea Highlands an, einem Hochplateau mit Erhebungen von über 1830 m in den Loma Mountains und Tingi Hills. Der höchste Berg ist der Bintumani mit 1948 m.


Geschichte des Landes:

Erste Kontakte des Landes mit Großbritannien entstanden mit dem Versuch der britischen philanthropischen Organisation The Black Poor Society (Granville Sharp), den in England verwahrlosten Afrikanern zur Rückkehr in die Heimat zu verhelfen. Kurz nach dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg erwarb The Black Poor Society 1787 ein Stück Land auf der Halbinsel zur Ansiedlung von Afrikanern, die während des Unabhängigkeitskrieges von 1776 auf der Seite Großbritanniens gekämpft hatten oder nach dem Verbot der Sklaverei von 1810 nach England eingereist waren. Schon 1787 wurde eine Gruppe von 380 freien englischen Schwarzen auf der Halbinsel angesiedelt. Als die Mehrheit von ihnen innerhalb kürzester Zeit an Malaria und Gelbfieber erkrankte, wurde das Experiment, dort eine Kolonie als Stützpunkt der britischen Handelsmarine zu gründen, aufgegeben. Danach wurden britische Staatsbürger zur Umsiedlung nur noch nach Australien verschickt. Die Halbinsel diente später als Stützpunkt der britischen Marine im Kampf gegen den Sklavenhandel. Befreite Sklaven aus England, aus den britischen Besitzungen in Übersee und aus den gekaperten Sklavenschiffen wurden dort angesiedelt.

1808 wurde die Halbinsel formell zur britischen Kronkolonie erklärt. Fast ein Jahrhundert später und etwa elf Jahre nach dem berühmten Berliner Abkommen zur Aufteilung Afrikas im Jahre 1885 wurde das Hinterland 1896 als britisches Protektorat deklariert. Kurz danach, in dem sogenannten Hut-Tax-War von 1898, erhoben sich die lokalen Fürsten unter der Führung von Bai Bureh und Kai Lundu gegen das britische Protektorat. Etwa sechzig Jahre nach dem Protektoratsabkommen erhielt das Land 1958 die innere Selbstverwaltung und wurde drei Jahre später, am 27. April 1961, ein politisch unabhängiger Staat innerhalb des Commonwealth. Nach Militärputschen 1967 und 1968 wurde 1971 die Republik ausgerufen.

Der Bürgerkrieg

Während der Präsidentschaft Joseph Saidu Momohs begann die Revolutionary United Front mit Unterstützung von Charles Taylor, Warlord im liberianischen Bürgerkrieg, ihren Kampf gegen die wechselnden Regierungen des immer instabiler werdenden Landes. Die Rebellenübergriffe aus Liberia wurden in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre mit äußerster Brutalität geführt. So wurden Amputationen und Misshandlungen an großen Teilen der Bevölkerung vorgenommen und von beiden Seiten Kindersoldaten zwangsrekrutiert. Finanziert wurde der Bürgerkrieg in erster Linie durch den illegalen Handel mit Diamanten. Nach Interventionen der westafrikanischen ECOMOG im Jahr 1999, der es gelang, einen Putsch gegen Präsident Ahmad Tejan Kabbah rückgängig zu machen, der Vereinten Nationen (UNAMSIL) im selben Jahr und schließlich Großbritanniens im Jahr 2000 konnte der Krieg beendet und der politische und wirtschaftliche Wiederaufbau eingeleitet werden.

Nach dem Bürgerkrieg

Am 18. Januar 2002 wurde im Rahmen einer Feierstunde im Nationalstadion, bei der mehrere Tausend Waffen verbrannt wurden, das offizielle Ende des Rebellenkrieges verkündet - zwei Tage zuvor war ein bilateraler Vertrag zwischen Sierra Leone und den Vereinten Nationen zur Errichtung des Sondergerichtshofs für Sierra Leone unterzeichnet worden. 2005 zogen die UNAMSIL-Truppen ab.[3] Am 23. Juni 2006 wurde Sierra Leone als eines der ersten Länder vom UN-Sicherheitsrat auf die Agenda der 2005 ins Leben gerufenen Peacebuilding Commission (PBC) gesetzt.

Neuwahlen fanden am 11. August 2007 statt. Die jahrelang regierende Einheitspartei All People's Congress (APC) ging als Sieger hervor und gewann 59 der 112 direkt gewählten Sitze im Parlament. Die bisher regierende Sierra Leone People's Party (SLPP) gewann hingegen überraschender Weise nur 43 Sitze. Präsident Ahmad Tejan Kabbah, der 2002 die Wahlen unter UN-Aufsicht gewonnen hatte, stellt sich nicht zur Wiederwahl.[3] Als aussichtsreicher Kandidat galt der bisherige Vizepräsident Solomon Berewa, der jedoch bei der Wahl nur 38% gewann. Sein größter Herausforderer Ernest Bai Koroma von der APC gewann hingegen 44%. Bei der Stichwahl ging Koroma als Sieger hervor und wurde am 17. September 2007 als neuer Präsident vereidigt.

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März 2010:
Die Geld- und Sachspenden sind angekommen und die unterstützten Projekte konnten fertiggestellt werden.
Hier geht's zur Seite mit den Photos von den fertiggestellten Projekten.

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Das Projekt 2009

Einfürung:

Das Hilfsprojekt ist eine Idee der Klassen 7a und 7c (2009) die aus dem Unterricht resultierte. Man kann nun Geldspenden und Sachspenden (Schulranzen, Sportkleidung, Fußbälle, Stifte, Hefte und Tshirts) abgeben. Die Sammelstelle ist nochnicht festgelegt. Informnationsplattform und Austauschforum ist die Moodleplattform des HHG. Dort muss man sich allerdings anmelden. Wenn man sich dann angemeldet hat kann man bequem mit allen beteiligten komunizieren.


So sind die Klassen darauf gekommen:

- Eigentlich hatten wir in der Schule das Thema Amos (=Prophet) Der sich für Gerechtigkeit einsetzte.

- Durch Überlegungen (z.B.: dass wir ja nicht einfach nur wegsehen können, wenn es andern schlecht geht) sind wir dann auf das Thema gekommen, ob wir denn nicht auch irgendwie helfen könnten (Armut und Reichtum in dieser Welt)

- Mit Hilfe eines Mitschülers, dessen Großvater Honorarkonsul von Sirra Leone ist, wählten wir dieses Land als unser Projektland aus.

- Zunächst kam Herr Drechsler (der Honorarkonsul von Sierra Leone) zu uns in die Schule. Er zeigte uns eine Präsentation über das vom Bürgerkrieg zerstörte Land und wie man dem Land helfen kann. So kamen wir dazu.

 

Projekte die wir unterstützten:

 

Das Brunnenprojekt:

Der Bau zweier Brunnen für die Dörfer Yeamah und Worreh Makankri (Bombali Distrikt). Dies dient den landwirtschaftlichen Projekten dort und der Selbstsändikeit der Menschen. Es kommt insbesondere den Mädchen zu Gute, die klassicherweise die Rolle haben, das Wasser die 2-3 km täglich viele Mal tragen zu müssen, dadurch haben sie keine Zeit für Bildung.

Das Solarstromprojekt:

Der Bau einer Solaranlage, um eine der größten Schulen des Landes, die sich vorwiegend um Kriegswaisen kümmert, mit ausreichender Energie zu vesorgen. Die Versorgung mit Strom aus dieselbetriebenen Generatoren ist unbezahlbar. Die Jugendlichen kommen fast durchweg aus armen Verhältnissen. Zur Schule gehören auch Schlosserei und Schreiner-Lehrwerkstätten.




Verlauf des Projekts:

Schüler und Schülerinnen der Klassen 7 setzen sich für Kinder in Sierra Leone ein. Ein Auto voller Schulranzen, Mäppchen, Hefte und Stifte, aber auch Sportsachen, T-Shirts und Spiele für ein Hilfsprojekt in Sierra Leone, das war im April 2009 das beglückende Ergebnis des Projekts Sierra Leone, das die 7er ins Leben gerufen hatten. Aber das war längst nicht alles. Dieses Projekt hat noch viel mehr gebracht. Und um das zu verstehen, muss man von dem Weg erzählen, den die SchülerInnen mit diesem Projekt gegangen sind: Am Anfang stand die Unterrichtseinheit „Der Prophet Amos – Gott will Gerechtigkeit“. Irgendwann in dieser Einheit kamen die SchülerInnen drauf, dass es eine moderne Form von Ungerechtigkeit sein kann, einfach wegzusehen, wenn es anderen schlecht geht: Gleichgültigkeit als modernes Unrecht. Dem wollten die Schüler und Schülerinnen sofort etwas entgegen setzen, am besten an Weihnachten schon fertig sein. Diese Hoffnung ging nicht in Erfüllung. Aber wir haben schon vor Weihnachten angefangen, uns mit Hilfsprojekten zu beschäftigen. Dabei kam uns das Glück zur Hilfe, denn es stellte sich heraus, dass der Großvater eines Schülers der Honorarkonsul von Sierra Leone ist. So konnten wir problemlos Kontakt knüpfen und nach einem Vorgespräch mit 5 Schülern und Schülerinnen kamen Herr Drechsler (Honorarkonsul Sierra Leone) und Frau Röckle vom Verein Sierra Leone Baden-Württemberg zu uns in den Unterricht, zeigten uns viele Bilder und erzählten eine Stunde lang über das Land, seine Geschichte und die aktuelle Situation und wie den Menschen dort geholfen werden kann. Die Klasse war Feuer und Flamme und wollte nicht nur Hilfsmittel (Ranzen, Kleidung,…) einsammeln, sondern auch ganz viel Geld sammeln und verdienen. Doch mit dem Verdienen war das
so eine Sache: Von den vielen Ideen konnte am Ende leider „nur“ der Verkauf von Waffeln in der großen Pause
realisiert werden. Toll war die Bereitschaft der ganzen Klasse, verschiedene Aktionen vorzubereiten und durchzuführen:

• Informationsplakate über das Land, die politische Situation, den Bürgerkrieg, die Situation der Kinder und über die
beiden Hilfsprojekte zu erstellen
• Infostand am Schnuppernachmittag
und Einsammeln von Spenden
• Information aller Schüler und Schülerinnen durch Infoveranstaltung in der großen Pause mit Live-Infos über Lautsprecher [muss man sich erst mal trauen!]
• Infos auf die Homepage bringen
• Organisation der Sachspenden und Einsammeln der Hilfsgüter.



Auf diesem Weg ist eine Menge passiert bei den Schülern und Schülerinnen der Klassen 7a und 7c (evangelische Religion) und am HHG. Es wurden wichtige und ermutigende Erfahrungen gesammelt, was es heute heißen kann, sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Es wurde ein Blick in die Welt getan, der sich normalerweise Kindern und Jugendlichen nicht eröffnet. Wer kann normalerweise schon Bilder von Sierra Leone sehen und aus erster Hand erfahren, wie es dort Kindern geht? Am wichtigsten ist mir als Lehrer aber, dass es kein zuschauender Blick blieb,
sondern eine andere Sichtweise entstand: Dieses Land und seine Menschen blieben nicht das Elend, das weit weg im TV zu sehen ist - gemütlich von der Couch aus zu betrachten. Sie wurden ein Teil unserer EINEN Welt, mit der wir verbunden sind und für die wir als ganzes Verantwortung tragen. Der andere Blick hat uns zum Handanlegen, zum Handeln bewegt. Und das HANDeln hat wiederum unseren Blick verändert. Mal sehen, ob wir im kommenden Jahr daran anknüpfen können.

(Jürgen Hudelmayer)

Dominik, Christian