Frankreichaustausch

März 2012

Spannende Projektarbeit beim Frankreichaustausch 2012

Genau 100 Schüler/-innen vom HHG und 23 vom OHG nahmen am diesjährigen Austauschbesuch in Frankreich von 7. bis 15. März teil. Wie immer waren sie verteilt auf die vier Partnergemeinden Meximieux, Dagneux, La Boisse und Montluel. Die dortigen Schulen boten neben dem üblichen touristischen Programm jeweils ein eigenes Projektthema an, welches gemeinsam mit den französischen Austauschpartnern bearbeitet wurde.
In Meximieux war das Schwerpunktthema „Kino“ angesagt: Die Schüler sahen den Film „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ von Fritz Lang, einen Kultfilme aus den Anfängen des Kinos. Daran schloss sich ein Besuch des Museums der Brüder Lumière, den Erfindern des Kinos, in Lyon an. Außerdem durften die Schüler Filmszenen mit Kohlestiften skizzieren.
Am Collège Marcel Aymé in Dagneux ging es um den Vergleich zwischen (Schul-)Alltag in Deutschland und Frankreich. Dabei erarbeiteten die Schüler unter anderem ein Rezept der Lyoner "Bugnes", eine Art Faschingskrapfen, die auch von den Schülern selbst gebacken und gegessen wurden. Außerdem standen der Besuch des Druckerreimuseums und des Miniaturmuseums in Lyon auf dem Programm.
Am Lycée de la Cotière in La Boisse befassten sie die etwas älteren Schüler/-innen mit verschiedenen Aspekten zum Thema „Utopien – was ist das? Und wie lassen sie sich realisieren?“. Dabei lernten sie verschiedene Gesellschaftsentwürfe von Marx über das Buch „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley, den Film „Herr der Fliegen“ bis hin zum utopischen Entwurf des Internatslebens in Summerhill/England kennen. Exkursionen führten die Gruppe zu realisierten Stadtutopien wie dem Viertel „Les Etas-Unis“ oder dem „Musée urbain“ von Tony Garnier in Lyon. Für eine bessere Gesellschaft kämpft ganz real die Organisation „Restaurants du Coeur“, die Hilfesuchenden erste Resozialisierungsangebote bietet und unserer deutsch-französischen Gruppe wertvolle Einblicke in eine besondere Form der Sozialarbeit bot.
Am Collège Emile Cizain in Montluel wurde am Thema "Fortschritt und Erfindungen" gearbeitet. Dazu gehörten auch Ausflüge in Museen und eine Stadtrallye sowie eine Führung durch das alte Krankenhaus mit seinem Apothekenmuseum. Dabei entstanden Plakate, Interviews und kleine Gedichte, die die Schüler am vorletzten Abend den Eltern ihrer Austauschpartner, Geschwistern und Lehrern vortrugen. Am letzten Abend standen dann noch sportliche Wettkämpfe auf dem Programm.
Der Austausch war wieder einmal voller Erfolg und alle freuen sich schon auf den Gegenbesuch im Mai.
(Dagmar Brenner, Beate Schlette, Rita Schnaubelt, Judith Stens)

Es folgen zwei Schülerberichte vom Frankreich-Austausch 2012:


Am Lycée de la Cotière in La Boisse stand das Thema „Utopien des 20. Jahrhunderts“ auf dem Programm.

Am Donnerstag durften wir zuerst mit unseren „corres“ zusammen den Unterricht besuchen und anschließend hörten wir uns, die von den Franzosen vorbereiteten Präsentationen über verschiedene Utopien an. Dabei lernten wir unterschiedliche Gesellschaftsentwürfe von Marx über das Buch „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley, den Film „Herr der Fliegen“ bis hin zum utopischen Entwurf des Internatslebens in Summerhill/England kennen.

Während des Austauschs mussten wir viel mit unseren Austauschpartnern zusammen in Gruppen arbeiten, um Plakate, Präsentationen, Comics etc. zu gestalten. Zu Fuß machten wir uns am Freitag auf den Weg ins Kino nach Montluel, um den Stummfilm „The Artist“ anzuschauen. Zuvor hatten wir speziell zu diesem Film Plakate angefertigt. Der Film überraschte die meisten positiv, da viele von uns davor noch nie einen Stummfilm angesehen haben.
Nun kam endlich das Wochenende, an dem die meisten in Lyon oder im la Part-Dieu (großes Einkaufszentrum) shoppen waren, auf Partys gegangen sind, Laser games gespielt haben, oder Ausflüge zusammen mit der Familie unternommen haben. Der eine oder andere hatte auch das „Glück“, bei seiner Gastfamilie Froschschenkel oder
Schnecken probieren zu dürfen.

Um unserem Thema Utopien des 20. Jahrhunderts nachzukommen, besuchten wir in der darauf folgenden Woche u.a. einen „jardin du coeur“, einer Hilfseinrichtung der Organisation „Restaurants du Coeur“, die Hilfesuchenden erste
Resozialisierungsangebote vermitteln und so ganz real für ihre „Utopie“ einer besseren Gesellschaft kämpfen. Außerdem besichtigten wir das Gratte-Ciel in Lyon sowie die bemalten Wände, die an die Wunschstadt von Tony Garnier erinnern sollten, einer realisierten Stadtutopie. Am Donnerstag, dem 15. März.2012 traten wir unseren Rückweg nach Deutschland an. Der Abschied fiel den meisten von uns sehr schwer. Umso mehr freuen wir uns alle, unsere Correspondantes im Mai in Deutschland wieder sehen zu dürfen.
(Melis Feroglu, 10c, Dagmar Brenner)

 

Am Collège Marcel Aymé in Dagneux ging es um den Vergleich zwischen (Schul-)Alltag in Deutschland und Frankreich.


Doch bevor es mit der Projektarbeit losging, wurden wir erst mal von den französischen Schülern, Lehrern und der
Schulleitung herzlich begrüßt. Anschließend machten wir mit unserer Lehrerin Frau Stens und der französischen Deutschlehrerin Madame Mornard einen Rundgang durch die Schule. Dabei merkten wir schnell, dass sich der französische Schulalltag in vielem von unserem Alltag in Deutschland unterscheidet, so dürfen die Franzosen das Schulgelände zum Beispiel erst nach der letzten Stunde um 16.30 Uhr verlassen. Freitag ging es dann zum ersten Mal nach Lyon. Dort besuchten wir deutschen Schüler ein Buchdruckmuseum (le musée de l’imprimerie), wo wir auf Pergament in karolingischen Minuskeln (calligraphie caroline) aus dem 9. Jahrhundert unsere Namen schreiben konnten. Das hat Spaß gemacht, war aber gar nicht so einfach.

Das Wochenende verbrachten wir mit unseren Gastfamilien, die sich große Mühe gaben, möglichst keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Montags fuhren wir noch einmal nach Lyon, diesmal um ins Miniaturmuseum (musée des miniatures) zu gehen. Hier wurden zahlreiche Filmrequisiten ausgestellt (z.B. von dem Film„Das Parfum“) und vieles davon winzig klein. Mit viel Interesse und Begeisterung liefen wir durch die Räume, um von jedem kleinen nachgebauten Raum ein Foto zu machen. Nach einem weiteren „normalen“ Tag in der Schule erwartete uns am Tag vor der Abreise ein Highlight: Wir gingen mit Häubchen, Schutzkittel u.ä. bekleidet in die Schulkantine, um dort Bugnes, ein Art Fasnachtskrapfen, zu backen, die wir später gemeinsam mit unseren Austauschpartnern aßen.
(Ceren Topal, 7d)

 

Mai 2011

Schüleraustausch mit Montluel, Dagneux, Meximieux und dem Lycée La Boisse

Als die deutschen Schüler am 10.05.2011 in Montluel bzw. am 12.5. in Meximieux eintrafen, war die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten groß. Gleich am nächsten Tag begann an den jeweiligen Schulen das Besichtigungsprogramm, das Grundlage für die Projekte und Gruppenarbeiten der deutschen und französischen Schüler war. So durften die Gäste mit ihren französischen Partner gemeinsam nach Lyon fahren: Die einen besichtigten die berühmten bemalten Wände (murs peints), die anderen ein Marionettenmuseum bzw. das Kasperltheater. Das dort erworbene Wissen fand Eingang in ein kleines zweisprachiges Heftchen über die "murs peints" bei den Schülern in Meximiueux und auf Plakaten für eine Ausstellung in Montluel. Die Schülern in Dagneux stellten unter der Anleitung eines Chocoladier feine Pralinen her, die teilweise selbst verzehrt oder Passanten in Lyon verteilt wurden. Des Weiteren entstand ein Fotoroman zu Alltagsszenen der Austauschpartner. Damit die Arbeit auch Spaß machte, wurde sie mit weiteren Besichtigungen versüßt.

Auch der Bürgermeister aus Montluel nahm sich die Zeit, die Gruppe herzlich zu begrüßen. In Meximieux wurden die Schüler vom Partnerschaftskomitee begrüßt und mit leckeren Galettes und Getränken verwöhnt.

Ein noch anspruchsvolleres Programm bewältigten die Schüler im Lycée La Boisse: Da das diesjährige Thema "Ökologie" war, besichtigten die Schüler und Schülerinnen das Atomkraftwerk "Bugey", das in der Nähe unserer Partnerstadt steht und als zweitältestes Frankreichs gilt. In Vorträgen und Diskussionen - vor Ort und in der Schule - wurde deutlich, dass auch in Frankreich, das bislang der Atomenergie weniger skeptisch gegenüber stand, über die Stilllegung von älteren Atomkraftwerken und die Lagerung des Atommülls intensiv nachgedacht wird. Der zweite große Ausflug führte in den "Vercors", einem Gebirgszug und Naturschutzgebiet westlich von Grenoble. Im Zweiten Weltkrieg hatten dort Widerstandskämpfer zeitweilig Unterschlupf gefunden. Ein Hauch von Abenteuer kam auf, als dort mit selbst gefertigten Kerzen ausgestattet eine Höhle erkundet wurde.

Reicher an Wissen, Sprachkenntnissen, vielfältigen Eindrücken und neuen Freundschaften nahmen die Schüler - teils unter Tränen - Abschied voneinander . bis zum Wiedersehen im nächsten Jahr: au revoir!

 

(Rita Schnaubelt, Silvia Welsch, Merrit Hein)

 

 

 

 

Kontak zum Austauscht: Herr Gutbrot, Frau Wallhäußer, Frau Rumpf und Frau Hein

Siehe auch :
Die Homepage der Stadt Dagneux
Die Homepage der Stadt Montluel